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Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Nikolai Schwerin

Schelfkirche

Die St. Nikolai-Kirche zu Schwerin, genannt Schelfkirche

Die Schelfkirche ist täglich von morgens bis abends offen.
(Kernöffnungszeit von 11:00 bis 16:00 Uhr)
Turmbesteigungen und Führungen können gerne mit dem Küster vereinbart werden.

Zeittafel

1217 Der früheste Beleg für eine Kirche oder Kapelle auf der Schelfe findet sich in einer Urkunde, die einen Priester von St. Nikolai nennt.
1228 wird von der Stiftung einer Kirche durch Graf Heinrich I. von Schwerin auf der Schelfe berichtet. Diese spätromanische Kirche könnte zwischen 1230-1250 erbaut worden sein.
14. Jh. Die Befunde einer Bauuntersuchung ergeben Hinweise auf den Bau einer gotischen Saalkirche mit polygonalem Chorschluss zwischen 1300 und 1320.
17. Jh. Die St. Nikolaikirche wird als Filialkirche des Doms betrieben.
1621 ein neuer Turm wird erbaut.
1626 müssen Turm und Kirchendach repariert werden, weil ein Sturm Teile des Glockenturms auf das Dach hat stürzen lassen.
1670 muss eine zersprungene Glocke, der Glockenstuhl und das Dach der Kirche erneuert werden. Kurz zuvor ist schon der Turm repariert worden, so dass Herzog Christian Ludwig I. eine Sammlung zur Aufbringung der Gelder anordnet.
1703 Am 8. Dezember lässt ein Orkan den Turmhelm auf die Kirche stürzen und beschädigt sie schwer.
1705 wird darum im Zuge der Umsetzung der Verordnung Herzog Friedrich Wilhelms, die Schelfe zur Stadt auszubauen, der Neubau einer Kirche beschlossen.
1708 Am 15. Mai erfolgt die Grundsteinlegung für den Neubau der St. Nikolai-Kirche nach Plänen des Ingenieurkapitän Jacob Reutz. Der Plan sieht einen barocken Zentralbau mit kreuzförmigem Grundriss und westlich angebautem Turm vor. Der Chor wird auf den Grundmauern des Vorgängerbaus errichtet.
1710 Nach Fertigstellung des Rohbaus stirbt Reutz. Der Baumeister und Architekturtheoretiker Leonhard Christoph Sturm wird mit dem Weiterbau beauftragt. Er plant einen gänzlich anderen Innenausbau.
1713 Am 24. September erfolgt die Weihe der barocken Kirche. Sie ist der erste bedeutende Kirchenneubau nach der Reformation in Mecklenburg.
1714 Am 13. März wird Herzog Friedrich Wilhelm in der Gruft unter dem Altar beigesetzt. Er war am 31. Juli 1713 vor Fertigstellung der Kirche gestorben.
Bis 1813 diente die Schelfkirche als Grablege des mecklenburgischen Fürstenhauses.
1754 Die Kirchgemeinde wird aus der Domgemeinde herausgelöst und bildet seitdem eine eigenständige Gemeinde. Die Schelfkirche erhält zugleich ihre Bestimmung als Garnisonskirche.
1858 Das Kircheninnere wird vollständig umgebaut. Die Sturmschen Einbauten werden entfernt und die Neugestaltung an der Planung von Reutz ausgerichtet. Friedrich L.T. Friese (Friese III) baut die Orgel.
1959-90 Die Kirche erhält zwei Eisenhartgussgocken und wieder ihr Kupferdach auf dem Kirchenschiff. Beides wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen. Das Innere wird neu ausgemalt, die Fassade der Kirche, vor allem der Sandstein wird saniert, eine Neuverglasung erfolgt.
1992-93 wird eine Gasheizung eingebaut und die Orgel umfassend saniert.
1995 Nach einem Sturmschaden wird die Kirchturmspitze neu eingedeckt.
2006-13 erfolgen eine Schwammsanierung der fürstlichen Grablege und die Restaurierung der Särge.
2015 Zwei neue Bronzeglocken ersetzen die verschlissenen Eisenglocken und die drei Schallluken werden erneuert.

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Luftbild der Kirche
Längsschnitt der Kirche von Zander
Nikolausglocke von 1517
Friese III Orgel
Sanierte Gruft
Gottesdienstglocke
Gebetsglocke

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